Empty the tanks!

Diesen Beitrag schreibe ich, aufgrund der traurigen Nachricht des Todes von Tilikum, dem Orca der 34 Jahre lang in Gefangenschaft leben und in Shows auftreten musste.

Mir war nicht bewusst, wie beliebt noch heutzutage Delfinarien und Walshows sind. Das erschüttert mich wirklich. Traurig ist, wie vielen Menschen die Grausamkeit, denen Delfine und Orcas in Gefangenschaft ausgesetzt sind, nicht klar ist.

Blackfish

Nach dieser traurigen Nachricht habe ich den Dokumentarfilm Blackfish angeschaut. Schon in den ersten Minuten, in denen erzählt wird, wie Orcas gefangen werden, zerreißt es mir das Herz. Die Walfänger haben es auf die jüngsten Wale abgesehen. Mit Booten treiben sie die ganze Walfamilie in Richtung der Buchten. Da die Wale nicht zum ersten Mal gejagt werden, verstehen sie, dass ihnen ihre Babys weggenommen werden sollen. Also trennt sich die Walfamilie auf. Eine Gruppe erwachsener Tiere ohne Jungen schwimmt in eine Bucht denen die Boote folgen. Die andere Gruppe, Mütter mit ihren Babys, schwimmen in eine andere Bucht und tauchen unter so lange sie können. Allerdings haben die Walfänger nicht nur Boote, sondern auch Flugzeuge und irgendwann müssen die Wale auftauchen um Luft zu holen. Da werden die Mütter mit ihren Jungen von den Flugzeugen entdeckt.

Die Orcas tun alles um ihren Nachwuchs zu schützen, trotzdem können sie nur verlieren.

Nicht nur das Fangszenario ist schrecklich, es geht glatt so weiter. In der Dokumentation wird vieles erzählt, wie mit den Walen trainiert wird, was gemacht wird wenn ein Wal die Kommandos nicht befolgt und wie die Wale untergebracht sind. Artgerecht ist nichts davon, das gleich vorweg genommen. Ganz zu schweigen davon, dass das Fangen, die Haltungsbedingungen und die Trainigsmethoden absolut unmenschlich sind und es für jeden normal denkenden Menschen logisch ist, dass das für diese Tiere traumatische Erfahrungen sind mit nicht abschätzbaren Folgen.

Ich kann an dieser Stelle nur sagen, schaut euch diesen Dokumentarfilm an. Er ist aufklärend und zeigt Fakten auf, die in der Öffentlichkeit gerne verschwiegen oder verharmlost werden. Zum Beispiel, dass Tilikum in Sealand eine Trainerin unter Wasser zog und diese ertrank. Es wurde als Unfall dargestellt und es sei nicht klar welcher der Wale es getan habe, aber es gibt Augenzeugen, die nie befragt wurden, weil es nie zu einem Prozess kam. Tilikum wurde dann an SeaWorld verkauft, in dem Glauben er würde nicht in Shows auftreten und nicht mit Trainern arbeiten…

Empty the tanks

Seit langem wissen Forscher, dass in freier Wildbahn männliche Orcas 50-60 Jahre und weibliche Orcas 100 Jahre alt werden. Tilikum hatte also noch sein halbes Leben vor sich. Für Tilikum jedoch, war sein Tod sicher eine Erlösung.

Es ist so schrecklich und so unglaublich traurig, was Menschen diesen majestätischen Geschöpfen an tun. Diese „Becken“ ersetzen doch nicht die Weite eines Ozeans. Die umgeklappte Rückenfinne und die abgebogenen Spitzen der Schwanzflosse, jeder Mensch der das sieht, sieht doch dass das falsch ist und das Tier einfach nur traurig ist und leidet.

Darum, unterstützt keine solche Parks, geht in keine Delfin- oder Walshow. Diese Quälerei muss ein Ende haben. #emptythetanks #riptilikum

Trailer von Blackfish:

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