Kaninchen

Hinweis: ich gehe hier nur in knapper Ausführung auf die artgerechte Haltung und Ernährung der jeweiligen Tierart ein, es gibt genügend informative Seiten im Internet, ausgewählte davon, sind ganz unten verlinkt.

Kaninchen gehören zu meinem Leben, seit meinem sechsten Lebensjahr. Unser erstes Haustier war ein Kaninchen. Seitdem sind sie aus meinem Leben nicht mehr weg zu denken. Die kleinen Knutschkugeln, mit den großen Augen, den Wackelnasen und den langen Ohren.

Momentan leben sieben Kaninchen in zwei Gruppen bei mir und mit mir zusammen:

Große Gruppe: Samy, Karuna, Philippa, Calypso und Finn

Kleine Gruppe: Rocky und Coco


Kaninchen wollen Gesellschaft haben, artgleiche Gesellschaft. Und dauerhaft ausreichend Platz, zum toben, rennen und hüpfen. Genügend Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die Zeiten, in denen ein einzelnes Kaninchen in einem ca. halben Quadratmeter kleinen Käfig saß sind (sollten!) längst vorbei (sein).

Auf dem Ernährungsplan von Kaninchen sollte frisches Grün (verschiedene Gräser, Löwenzahn, Blätter uvm.), gutes Heu und im Winter Gemüse stehen. Dafür kein Getreide oder Trockenfutter, wie es häufig in Supermärkten zu finden ist. (Viel mehr auf die artgerechte Haltung und Ernährung von Kaninchen will ich gar nicht eingehen, denn dazu gibt es genügend tolle Seiten im Internet, ganz unten habe ich ein paar davon verlinkt.)

Leider wissen das noch nicht alle Menschen. So kommt es mir vor. Oder sie wollen es nicht wissen, informieren sich nicht, oder schieben Geldmangel als Grund dafür vor, wie sie ihre Kaninchen halten. Viel zu viele Kaninchen müssen deshalb ein trauriges Dasein fristen. Oftmals ohne Partner, zu wenig Platz, falsches Futter und gar mit mangelnder Versorgung im Krankheitsfall. Dazu kommt noch, das trotz allem immer noch Kaninchen gezüchtet werden. Ob von Hobbyzüchtern zu ausstellungszwecken, zum Schlachten oder von sogenannten Vermehrern.

Schnell wird ein Kaninchen für die Kinder angeschafft, die noch schneller mit der Pflege überfordert sind. So bleibt die Arbeit an den Eltern hängen. Schlimmer noch, werden Kaninchen aus diversen Gründen im Tierheim abgegeben oder gar ausgesetzt.

Genau solchen, nicht mehr gewollten, Kaninchen gebe ich ein Zuhause. Ich versuche meinen Kaninchen immer das mir bestmögliche zu bieten. Besser geht immer. Selbst bei verändernden Lebensumständen, tue ich mein Möglichstes, meinen Kaninchen ein schönes, artgerechtes Zuhause zu bieten.

Ein anderer Trend, wie ich bemerkt habe ist, dass es Menschen gibt, die ihre Kaninchen gut halten, dann sich in ihrem Leben aber etwas verändert und sie sich zu schnell deswegen von ihren geliebten Kaninchen trennen wollen. Für mich ist das nichts anderes, als die Verantwortung  einfach auf jemand anderes ab zu schieben. Ich finde, jeder sollte erst versuchen, aus der jeweiligen Situation das Beste zu machen. Schließlich sitzen genügend Kaninchen im Tierheim oder alleine in kleinen Ställen im nächsten Hinterhof, die auch gerne ein gutes Zuhause haben möchten, auch wenn dieses nicht genau die vorgeschriebene Anzahl Quadratmetern an Platz hat. Das soll nicht heißen, grundsätzlich geht auch weniger Platz, sondern man muss insgesamt verantwortungsvoller werden. Lebensumstände können sich immer ändern, das heißt, es kann auch wieder eine Zeit kommen, an dem den Kaninchen wieder mehr Platz geboten werden kann.


Weiterführende Informationen zur Haltung und Ernährung von Kaninchen:

www.sweetrabbits.de

www.diebrain.de