Kaninchengehege

Meine Kaninchen leben im Haus in einem Innengehege. Ihnen steht fast ein ganzes Zimmer zur Verfügung. Im gleichen Zimmer steht auch die Voliere meiner Vögel, quasi direkt mit im Gehege. Den Bereich unter der Voliere ist für die Kaninchen nutzbar, da die Voliere auf stabilen Stützen steht. Das Gehege selbst hat etwa 15 qm an Fläche, den Kaninchen stehen etwa 13 qm zur Verfügung, da ich einen Teil für Stauraum abgetrennt habe. Somit bietet das Gehege bis zu sechs Kaninchen ausreichend Platz.
Die Äste in dem Eimer, im Bild oben rechts zu sehen, dienen den Vögeln als Sitzmöglichkeit, wenn sie im Zimmer Freiflug haben.

Aufbau des Innengeheges
Auf den Zimmerboden habe ich Laminat in der Fläche des Innengeheges ausgelegt, darüber PVC-Boden. So bleibt der Zimmerboden ausreichend geschützt. Ringsherum an allen Seiten habe ich beschichtete Spanplatten angebracht, immer mit etwas Abstand zur Wand, damit dazwischen für genügend Belüftung gesorgt ist.

Mehr Infos zum Bau dieses Geheges findest du hier.

Gehegetür
Den Eingangsbereich des Zimmers habe ich etwas abgetrennt. Dadurch stehe ich nicht direkt im Gehege, wenn ich den Raum betrete. Das sorgt auch dafür, dass die Kaninchen nicht beim Öffnen der Zimmertür direkt raus laufen. Die Abtrennung besteht unten aus Brettern und oben aus Gitter inklusive der Gehegetür. Die Bretter sorgen dafür, dass Streu und Heu im Gehege bleiben und auch die Kaninchen beim Öffnen der Gehegetür nicht ungehindert aus dem Gehege laufen.

Abgetrennter Bereich für Stauraum
Der abgetrennte Bereich dient als Stauraum für Streu, Heu und Stroh. Ein Brett über die ganze Breite sorgt zusätzlich für mehr Ablagefläche für Teppiche, Transportbox usw. Durch die extra Tür, kann ich bequem in den Bereich gelangen. Im Notfall kann dieser Bereich schnell zu einem zusätzlichen Notgehege umfunktioniert werden.

Bodenbelag
Der Boden des Geheges ist größtenteils mit unbehandelten Baumwollteppichen ausgelegt. Nicht komplett, weil an manchen Stellen die Kaninchen sehr gerne direkt auf den PVC-Boden sitzen und liegen. Wenn an diesen Plätzen ein Teppich liegt, wird dieser gnadenlos benagt und verräumt.

Heufutterplätze
Insgesamt hat das Gehege fünf große Heuraufen (80 cm breit) mit Wannen direkt darunter, die als Kloschalen dienen. Da die Kaninchen gerne dort, wo sie Heu mümmeln auch ihr Geschäft verrichten. In den Wannen ist Streu und Stroh, darin wird auch sehr gerne gebuddelt. Bis auf eine Raufe, sind die Gitterraufen Wäschekörbe, die man in Baumärkten und Möbelgeschäften findet. Kaninchen sitzen beim Heu mümmeln sehr gerne zusammen, deshalb sollten die Heuplätze ausreichend groß sein. Auch sitzen die Kaninchen gerne in den Wannen um ein Nickerchen zu halten.

Achtung bei Heuraufen die schrägzulaufende Stäbe haben und an der breitesten Stelle der Kopf eines Kaninchens durch passt. Hier besteht die Gefahr, dass ein Kaninchen zu Tode kommt, weil durch den schrägen Verlauf der Abstand er Stäbe enger wird. Das Kaninchen versucht verzweifelt raus zu kommen, dabei kann es sich erdrosseln oder wegen Stress sterben. Das ist Kaninchenhaltern traurigerweise schon passiert.

Buddelmöglichkeit
Kaninchen bauen in der Natur regelrechte Gangsysteme, mit langen und tiefgelegenen Gängen. Daher ist buddeln und graben ein Grundbedürfnis für die Langohren. Eine extra Box zum Buddeln und Scharren ist deshalb ein Muss. Die auf dem Bild rechts dargestellte Box hat die Maße vom 80 x 60 x 40 cm (L x B x H). Mit einer Stichsäge, dem richtigen Sägeblatt und Gefühl kann durchaus eine Aussparung gesägt werden, damit der Einstieg in die Box erleichtert wird. Auf den Boden der Box macht es Sinn Fließen oder flache Steine zu legen, so nutzen sich die Krallen der Kaninchen beim Scharren leicht selbst ab. Als Füllmaterial kann Streu, Sand oder Aquariumkies dienen. Ich nutze mittlerweile Aquariumkies, kein normales Kies, da dieses zu scharfe Kanten hätte was dem Fell der Kaninchen schaden kann. Das Aquariumkies lässt sich in einem alten Kopfkissenbezug auswaschen und somit wiederverwenden. Ist die Körnung entsprechend klein, passen die Steinchen durch die Schlitze einer Streuschaufel und die Köttel können einfach vom Aquariumkies getrennt werden. Sand hat den Nachteil, dass er überall verteilt wird und irgendwann auch außerhalb des Geheges ist.

Versteckmöglichkeit
Eine Möglichkeit zum Verstecken und als Rückzugsort darf nicht fehlen. Derzeit haben meine Kaninchen einen Unterschlupf und den Rückzugsbereich unter der Voliere, den sie gerne nutzen. Weiter können Häuschen und Tunnel die Einrichtung abrunden. Wichtig hierbei ist, dass Häuschen immer zwei Ein-/Ausgänge haben, damit kein Kaninchen von einem anderen in die Ecke getrieben werden kann. Einem rangniedrigeren Tier muss immer die Möglichkeit gegeben sein, zu flüchten. Sonst können unnötig Streitigkeiten entstehen.