Minimalismus

Was ich darunter verstehe

Ab sofort sich von allen materiellen Dingen trennen und in einer leeren Wohnung sitzen.

NEIN.

Ganz so dann auch wieder nicht. Allerdings gefällt mir der Grundgedanke, sich von Dingen zu trennen, die ich eigentlich nicht brauche und mein Leben nur belasten. Ebenso helfen ein paar minimalismus Tipps, bewusster und nachhaltiger mit den Ressourcen unserer Erde umzugehen. Weniger verbrauchen, weniger Müll usw.

Dinge die ich habe, nie nutze und die mich aber in folgender Art und Weise beschäftigen:

  • pflegen
  • aufräumen
  • nehmen Platz ein
  • kosten vielleicht Geld
  • darum muss ich mich kümmern

Für all sowas brauche ich vor allem Zeit und auch Zeit um dazu das Geld zu verdienen. Wer hat im heutigen Alltag schon Zeit sich um unnötige Sachen zu kümmern. Stattdessen kann ich mich um die viel wichtigeren Dinge kümmern wie:

  • Zeit mit der Familie und meinen Tieren verbringen
  • einmal am Tag zur Ruhe kommen
  • einmal am Tag „nichts“ tun
  • meditieren
  • in dem Moment das tun, worauf ich Lust habe

Durch weniger unnützer Dinge, schaffe ich mir mehr Freiraum in meinem Leben. Selbst belastende Gedanken wie „ich muss das und das tun“ werden weniger und ich lebe freier.

Wie ich angefangen habe

Das Thema Minimalismus beschäftigte mich schon seit längerer Zeit. Immer wieder bin ich im Internet darüber gestolpert. Dann habe ich mich damit näher befasst und festgestellt, dass ich Minimalismus in gewissen Bereichen unbewusst lebe.

Ok, mein Zuhause ist vollgestopft mit vielen Dingen, die ich einfach brauche, zumindest denke ich dass ich sie brauche.

Doch davon abgesehen nehme ich zum Beispiel wenn ich weg gehe, immer nur das nötigste und wichtigste mit, was ich wirklich brauchen werde. Ich vermeide möglichst überall eine Handtasche mit zu nehmen. Meistens hat eine Handtasche mich gestört, beim Einkaufen oder in der Mittagspause. Mittlerweile lasse ich sie im Auto und nehme nur Geldbeutel und Schlüssel mit. Eben das, was gerade noch so in die Hosentasche passt. Daher achte ich darauf, dass an meinem Schlüssel nur die Schlüssel dran hängen, die ich brauche, kein Schlüsselanhänger oder sonst noch irgendwas. Ebenso der Geldbeutel, nur alles nötige dabei, aber möglichst klein und handlich. Umso größer er ist, umso mehr passen auch unnötige Dinge hinein.

Minimalismus auf das ganze Leben ausweiten

Mittlerweile habe ich bei meinen Kleidern weitergemacht. Dabei habe ich einiges aussortiert was ich so gut wie noch nie anhatte, aber immer dachte irgendwann ziehe ich es doch an. Nein, das werde ich nicht, deswegen kommt es raus. Genauso ist es bei anderen Dingen, die im Regal stehen, ich nie benutze, dafür Dinge die ich täglich brauche auf dem Tisch stehen habe und diese somit Platz auf dem Tisch wegnehmen, anstatt bei Nichtgebrauch im Regal stehen könnten. So zieht sich das alles durch mein ganzes Leben durch.

Schon der Gedanke daran, soweit alle möglichen Dinge aussortiert und aufgeräumt zu haben, dass ich viel schneller die Wohnung geputzt haben und ordentlich halten kann, motiviert mich ungemein.

So gehe ich vor

Ich nehme mir einen Bereich vor und teile die Dinge auf in drei Kategorien „benötigt“, „(sehr lange) nicht mehr benötigt“ und „Restmüll“.

Die benötigten Sachen bleiben ganz klar da, kaputte, verschlissene Dinge kommen direkt in den Müll, dabei überlege ich nicht mehr „das könnte ich vielleicht irgendwann mal da und da brauchen“, nein in den Müll damit. Die Dinge die noch gut sind, ich aber nicht mehr brauche kommen in einen großen Karton, Kleider in Tüten und werden verkauft oder gespendet.

Es gibt viele Tipps für Minimalismus Anfänger, z.B. sich jeden Tag von einem Teil zu trennen, so kommen in einem Jahr 365 Teile zusammen. Für den einen Menschen geht es darum, nur mit so und so vielen Dingen leben zu können, für den anderen geht es darum, sich nur ein Stück weit mehr Freiraum zu schaffen. Zu letzterem zähle ich mich.

Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich einfach damit beschäftigen und einfach ausprobieren. Wer sich hier Druck macht, macht es sich nur wieder unnötig schwer. Minimalismus soll aber genau das Gegenteil sein, sich von Unnötigem zu befreien und leichter durchs Leben gehen.


Mehr zum Thema:

www.schwingelschwingeldingdong.com

www.einfachbewusst.de